Flyer/Sticker/Poster

Ihr habt eine Gruppe gegründet und wollt eure Gruppe im Kiez und bei anderen Jugendlichen bekannter machen? Für den Erhalt eures Jugendzentrums wollt ihr eine große Demo organisieren, bei der die ganze Stadt auftaucht? Dafür braucht es die richtige Mobi, also z. B. ein Plakat, einen Flyer oder einen Sticker, der auffällt und Menschen dazu motiviert, bei euch aufzutauchen! Damit eure Mobi wirkt, braucht es Mobimaterial, das ins Auge fällt. Verteilt es in der ganzen Stadt – am besten so oft wie möglich.

Thementext

Was muss drauf?

Noch bevor es an die Gestaltung geht, müsst ihr euch einigen, was drauf soll. Dafür könnt ihr euch an den W-Fragen orientieren:
Was plant ihr? → Infoveranstaltung, Demo, Jam-Session, Offenes Plenum
Wo findet es statt? → Ist die Adresse öffentlich bekannt oder wird diese erst nach Anmeldung
weitergegeben (Achtung! Einige Straßennamen gibt es mehrfach in Berlin.)
Wann? An welchem Tag und von wann bis wann findet eure Veranstaltung statt?
Wer? Wer organisiert? Bei Bündnisveranstaltungen vielleicht alle Gruppenlogos abdrucken?
Für wen plant ihr? Gibt es eine Zielgruppe (Altersbeschränkung, Menschen mit Vorerfahrung?)
Macht euch in dem Zuge auch Gedanken über mögliche Barrieren (Ebenerdigkeit, in welcher (Laut- oder Gebärden-)Sprache findet das Event statt, wird drinnen geraucht etc.).
Wofür? Sammelt ihr Spenden, wollt ihr Menschen vernetzen oder über ein Thema zusammen lernen?

QR-Code

Auf Print-Medien kann ein QR-Code zu eurer Gruppe, dem Mobitext oder weiteren Informationen verweisen.
Alle weiteren Infos sind davon abhängig, für welches Mobimaterial ihr euch genau entscheidet: Auf Plakaten und Flyern muss ein*e Vertreter*in im Sinne des Presserechts (V.i.S.d.P.) auf dem Plakat benannt werden. Auf Plakaten ist so wenig wie möglich Text mit aussagekräftigem Bild und Titel am besten, während bei Flyern mehr Platz für Text auf der Rückseite ist. Bei Stickern braucht ihr kein V.i.S.d.P. und sie sind im Vergleich günstiger und leichter zu verbreiten.

Design

Es gibt viele Wege, ein auffallendes Plakat, einen Flyer oder Sticker zu designen. Ihr könnt zum Beispiel ein Schnipsellayout zusammenschneiden, etwas auf Papier zeichnen und einscannen oder in Grafikdesigntools ein Mobibild erstellen. Als freie Open-Source-Software gibt es beispielsweise GIMP (Link zur Software und Link zum Tutorial) und als schnelle, intuitivere Option mit dafür weniger Bearbeitungstools gibt es Canva. Bei Canva ist der Pro Account als gemeinnützige Organisation kostenfrei. KI Bilder solltet ihr, wenn möglich, vermeiden. Probiert euch aus und lernt, selbst zu designen, oder bezahlt, wenn möglich, Grafiker*innen dafür. KI Design schadet Künstler*innen und der Umwelt, über Widerstand gegen KI Kunst kannst du hier lesen.

Auch in Bildern selbst kann es Barrieren geben, wodurch Schrift schlechter lesbar ist und Kontraste für ein unruhiges Bild sorgen. Tipps für barrierefreies Gestalten findet ihr hier und hier und auf dieser Website könnt ihr testen, ob gewählte Kontraste barrierearm sind. Als Gruppe könntet ihr mithilfe einheitlicher Farben oder Schrifttypen für einen Wiedererkennungswert sorgen.

Wie drucken?

Schaut am besten schon zu Beginn der Planung, wie lange die Druckfristen sind, um Aufpreise für Expressbestellungen zu vermeiden. Als solidarische Druckerei in Berlin gibt es Hinkelsteindruck, wo ihr allerdings mit längeren Fristen und höheren Kosten rechnen müsst. Druckt trotz schneller Fristen und billiger Preise lieber nicht bei großen Unternehmen, da diese unter anderem auch für Nazis drucken, und außerdem: „Support your local (leftist) Druckerei!“
Außerdem könnt ihr einen Druckantrag beim AStA der FU stellen und dort kostenfrei Plakate, Sticker und Flyer drucken. Sticker könnt ihr auch mit einfachen Mitteln selber drucken, eine Anleitung ist hier zu finden.

Wie verteilen?

Wichtig ist, sich bewusst zu sein, dass das Kleben von Aufklebern und Plakaten an manchen Orten als Ordnungswidrigkeit interpretiert wird, eine Sachbeschädigung ist es aber nicht. Zum Kleben von Plakaten könnt ihr Tapetenkleister und Quasten aus dem Baumarkt verwenden. Beachtet, dass Kleister oft mehrere Stunden vor Verwendung angerührt werden muss. Legal könnt ihr Plakate nach Absprache in Schaufenster von Spätis und Bäckereien, in Bibliotheken und Stadtteilzentren oder auch an Infobretter von Supermärkten hängen. Sticker könnt ihr dort ebenfalls auslegen und auf euren Veranstaltungen kostenlos verteilen.

Was ihr für gute Social Media Arbeit beachten müsst, lest ihr hier.

Checkliste

  • W-Fragen beantwortet?

  • QR-Code hinzugefügt?

  • ViSdP nicht vergessen (falls nötig)?

  • Barriereinfos mitgeteilt?

  • Druckfristen beachtet?

  • Druckfristen beachtet?